Digitalisierung von Bilanzen und EÜRs – ein lohnender Weg, aber mit Hindernissen

Bisher reichen Unternehmen ihre Unterlagen in Papierform oder als PDF ein, obgleich sie elektronisch erstellt worden sind. Mit dem Digitalen Finanzbericht (DiFin) versucht die Deutsche Kreditwirtschaft ein Verfahren zu etablieren, zur medienbruchfreien, elektronischen Übertragung und automatisierten Verarbeitung von Jahresabschlüssen (Bilanzen) und Einnahmenüberschussrechnungen (EÜR). Das Einsparpotenzial dabei ist erheblich, die Bereitstellung der elektronischen Bilanz aber nicht umsonst.

Auch wenn das Finanzamt schon seit dem Wirtschaftsjahr 2013 steuerliche Jahresabschlüsse ausschließlich als sogenannte E-Bilanz im Format XBRL (Extensible Business Reporting Language) entgegennimmt, haben die Banken und Sparkassen noch Überzeugungsarbeit zu leisten, um für Unternehmen das gleiche Verfahren auch für die Bilanzeinreichung bei einer Finanzierung attraktiv zu machen. PPA verfügt seit langem über ausgewiesene Expertise im Umgang mit Finanzinformationen und unterstützt die Initiative „Digitaler Finanzbericht“ als Mitglied der DiFin-Projektgruppe und des XBRL Deutschland e.V..

Mit Beginn der Family & Friends Phase hat PPA eine für alle Banken offene Empfangsstelle für den Digitalen Finanzbericht eingerichtet. Zusätzlich zur Digitalisierung von Bilanzen auf Papier und PDF stellt PPA die Daten aus dem Digitalen Finanzbericht elektronisch und über eine einheitliche Schnittstelle für die Kreditbearbeitung zur Verfügung.

DiFin testen ohne Investition und Risiko

Die Elektronische Bilanzeinreichung verspricht für Banken und Sparkassen automatische Bilanzanalyse ohne Datenerfassung. Die bankenseitig erforderlichen Investitionen und Prozessanpassungen stoßen jedoch in der Startphase des Digitalen Finanzberichtes auf wenige Nutzer und geringe Datenvolumina. PPA agiert als Posteingangsstelle für elektronische Bilanzen und bietet mit wenig Aufwand den vollen Nutzen der Teilnahme an DiFin.

  • DiFin ist seit dem 1. Juni 2017 im Praxistest und steht ab dem 1. April 2018 flächendeckend zur Übertragung von Bilanzen an Banken und Sparkassen zur Verfügung.
  • Gerade in der Anlaufphase bestehen noch viele Unsicherheiten über die direkte technische Verwendbarkeit der Daten für die Bilanzanalyse, die zu erwartende Detaillierung der Bilanzdaten und insbesondere das Ausmaß der Nutzung durch Unternehmen und deren Berater.
  • PPA eröffnet Banken die Möglichkeit am Digitalen Finanzbericht teilzunehmen, ohne bedeutende Investitionen selbst zu tätigen
  • PPA bietet inhaltliche Dienstleistungen von der Prüfung der Detailtiefe der Daten aus dem Digitalen Finanzbericht bis zur Nacherfassung aus den mitgelieferten PDFs an.
  • Als Bank oder Sparkasse können Sie mit Ihren Kunden im Livebetrieb die Vorteile der elektronischen Datenübertragung ausloten, ohne eine IT-technisch, prozessual oder fachlich XBRL-taugliche Schnittstelle einzurichten.
  • Wenn der DiFin das Standardformat wird, treffen Sie eine Investitionsentscheidung auf Basis eines fachlich abgesicherten und mit bekannten Nutzerzahlen und Einsparungsvolumina bewertbaren Businesscase.

Digitaler Finanzbericht als neues Format für die Bilanzeinreichung

Anstelle der Datenerfassung übernimmt PPA die Validierung, Ergänzung und Aufbereitung der Bilanzdaten

Fragen und Antworten zum Digitalen Finanzbericht

Was bringt DiFin?

Der Digitale Finanzbericht schafft einen einheitlichen Standard zur medienbruchfreien Übermittlung von Jahresabschlüssen an Banken und Sparkassen.

Warum lohnt sich die Teilnahme an DiFin für Banken?

Die aufwändige und schwer zu standardisierende Erfassung von Jahresabschlussdaten entfällt zumindest teilweise, wenn die für die Bonitätsprüfung erforderlichen Daten in einem digitalen Format zur Verfügung stehen.

Warum lohnt sich die Teilnahme an DiFin für Unternehmen und Berater?

Kreditentscheidungen können beschleunigt werden, weil die Bilanzdaten schneller zur Verfügung stehen. Das XBRL-Format ist aus der Erstellung der E-Bilanz für die Finanzverwaltung bekannt.

Warum gibt es DiFin nicht schon lange?

Der Nutzen der Einführung von DiFin überwiegt auf Seite der Datenempfänger, der Aufwand entsteht auf der Seite der Jahresabschlussersteller. Der Ausgleich der Interessen ist schwierig, da die Gegenüberstellung von Einsparpotenzial und Erstellungsaufwand allein zu keinem Business Case führt. Erst der größere Kontext einer allgemeinen Digitalisierungsinitiative schafft die notwendigen Argumente für die Realisierung.

Wie ist bei der Datenübertragung der Datenschutz gewährleistet?

DiFin setzt auf Technologien zur Authentifizierung und Verschlüsselung, die im Finanzdienstleistungsbereich erprobt und bewährt sind.

Müssen mit dem DiFin mehr Daten geliefert werden?

Der Umfang und die Detailtiefe der benötigten Daten ergeben sich wie bisher aus der Beziehung zwischen Kunde und Hausbank.

Ist die Einreichung eines DiFin in Zukunft verpflichtend?

Wenn Unternehmen keinen DiFin einreichen können oder wollen, reichen sie weiterhin den Jahresabschluss auf Papier oder im PDF-Format ein.

Wo finde ich weiterführende allgemeine Informationen zu DiFin?

Auf der Website der Deutschen Kreditwirtschaft finden Sie allgemeine und weiterführende Information zum digitalen Finanzbericht.

Heimo Saubach DiFin

Sie haben noch Fragen
zum Digitalen Finanzbericht?

Unser Geschäftsführer Heimo Saubach
beantwortet sie Ihnen gerne

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